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Besser bloggen: Meine Erfahrungen und Tipps für Anfänger

besser bloggen tipps für anfänger

Mein Reiseblog Viel Unterwegs existiert nun schon seit über einem Jahr. Das habe ich zum Anlass genommen, über meine Erfahrungen und Tipps zu schreiben, die ich seitdem gemacht habe.

Ein Blog mit WordPress ist zwar schnell erstellt, aber es gehört trotzdem viel mehr dazu, Leser zu gewinnen und regelmäßig Artikel zu veröffentlichen.  Auch wächst die ToDo-Liste ständig an, statt kleiner zu werden.

Ich habe deshalb ein paar Tipps für dich, damit dein Start nicht holprig verläuft:

Tipps für blutige Anfänger und Neulinge:

Blog-System, Blog-Design und Hoster finden

Zu allererst musst du überlegen, mit welchem System du bloggen möchtest. Die gängigsten sind WordPress, Blogger und Thumblr. Jimdo ist ein toller Webbaukasten und Anbieter aus Deutschland (bei welchem mein Bruder mal gearbeitet hat).

Dieser Blog war ursprünglich auf Jimdo-Basis. Mir hatten hier aber die Möglichkeiten  für einen Blog damals gefehlt. Es war eben ein Baukasten für Webseiten. Ich weiß nicht wie die Entwicklung mittlerweile ist, habe mich aber für WordPress entschieden.

Warum WordPress?

WordPress ist einfach, bietet viele Plugins und ein Design findest du garantiert bei Themeforest oder Elmastudio. Falls du programmieren kannst, fällt es dir sicher einfach, ein Theme selbst anzupassen und zu optimieren. Da die gekauften Themes oftmals nicht sehr sauber programmiert sind. Google mag das nicht.

Name

Such dir einen Namen, der nicht allzu lang ist. Schau bei Anbietern von Domains, ob dein gewünschter Name noch frei ist und registriere deine Domain. Es wird oft empfohlen, Namen ohne „-“ zu nehmen.

In meinem Fall war dies bei „viel-unterwegs.de“ nicht möglich, da die Domain ohne „-“ schon vergriffen war. Ich denke, dass die meisten Besucher sowieso über Google, Facebook und Co. kommen. Wenn sie deinen Blog gerne lesen und Fans werden ist es völlig egal ob mit oder ohne „-„, nur einfach sollte der Name sein.

Ich behaupte mal dass so ziemlich jeder weiß, wie „viel“ und „unterwegs“ geschrieben wird…

Design

Das Design sollte zum Thema deines Blogs passen. Achte darauf, dass eine gute Lesbarkeit gegeben ist und das Theme responsive ist. Immer mehr Menschen lesen Blogs an ihren Smartphones oder Tablets.

Hosting

Auch beim Hoster sollst du genau überlegen, welchen du auswählst. Anbieter wie Domainfactory nutzen keine speziell auf WordPress konfigurierten Server. Manche Plugins funktionieren dann nicht, die Ladezeit steigt an und dein Google Ranking lässt dich das ebenso spüren.

Mein Blog wird selbst gehostet, eine Übersicht über WordPress Anbieter in Deutschland findest du hier.

Thema finden und Zielgruppe definieren

Über was möchtest du schreiben? Was interessiert dich? Versuche nicht, die Eierlegende Wollmilchsau zu erstellen. Grenze dein Themengebiet ein.

Ich schreibe auf meinem Reiseblog übers Reisen und wie du soviel wie möglich unterwegs sein kannst, auch mit einem Vollzeitjob und nur 30 Tagen Urlaub.

Das heißt: Viele kurze Trips und Städtereisen und eine Reise von mindestens 3 Wochen pro Jahr. Die Zielgruppe ist damit definiert. Da ich auch praktische Reisetipps gebe, sind andere Reisende nicht ausgeschlossen. Ich schreibe aber überhaupt nicht über All inklusive Urlaube.

Konzentriere dich auf ein Thema. Wenn du eine Leserschaft gefunden hast, kannst du deine Themen nach und nach erweitern. Schreibe aber nicht plötzlich über Stricken und Häkeln (nur ein Beispiel). So vergraulst du deine Leser.

Übersichtlichkeit: Kategorien und ein Menü festlegen

Überlege dir von Anfang an, welche Kategorien du anlegen möchtest. Das hilft nicht nur dir, die Übersicht zu behalten, auch deine Leser werden es dir danken. Du kannst dir überlegen, die Kategorien als Menü zu erstellen. Ich habe mir im Vorfeld auch viele Gedanken gemacht und bin gerade wieder versucht, die Aufteilung zu ändern, da ein Untermenü mit Reisen (also Länder) zu lang wird…

Schreibe und veröffentliche regelmäßig Beiträge

Auch ich muss mich auf diesem Blog daran ermahnen, regelmäßig Beiträge zu schreiben. Wenn monatelang nichts passiert erhältst du weniger wiederkehrende Besucher. Überlege dir einen Zeitplan, wie regelmäßig du Beiträge veröffentlichen möchtest.

Auf meinem Reiseblog sind das immer ein Artikel pro Woche, im besten Fall auch mal zwei oder drei. Je öfter umso besser. Die Qualität sollte darunter aber nicht leiden. Wenn du nichts zu sagen hast, lass es.

Wenn es dir hilft, erstelle nach Möglichkeit einen Redaktionsplan.

Erstelle einen Redaktionsplan. Ich nutze Google Docs in einer Tabellenform. Auch weil ich eine weitere Person habe, die ab und zu Artikel schreibt und wir somit leichter den Überblick behalten. Wir treffen uns regelmäßig und sammeln Ideen.

Lege also eine To-Do-Liste an um Artikelideen zu sammeln. Da du nicht immer sofort zum Schreiben kommen wirst, kannst du immer auf diese Liste zurückgreifen, wenn du keine Idee hast. Du wirst schnell feststellen, dass auch diese Liste immer länger wird.

Prüfe deine Artikel auf Rechtschreibfehler

Niemand liest gerne Texte mit Rechtschreibfehlern und grammatikalischen Fehlern. Ich lese immer Korrektur oder lasse jemand anders drüber lesen. Am besten schläfst du eine Nacht drüber und schaust dir deinen Text dann nochmals an. Du wirst es nie schaffen, alle Fehler selbst zu entdecken, da du deinen eigenen Text kennst.

Verfasse deine Artikel in Texterfassungsprogrammen und nie in WordPress

Nutze Programme wie Word zur Texterfassung. Die Rechtschreibprüfung solltest du auf jedenfall aktivieren. Nie in WordPress direkt Texte erfassen, somit vermeidest du viele Rechtschreib- und Grammatikfehler.

Halte dich kurz

Auch ich muss mich immer wieder ermahnen, kurze Sätze zu schreiben. Mache viele Absätze und erstelle Zwischenüberschriften. Eine Gliederung ist ein Muss, um die Leser zu behalten. Oder liest du gerne Texte am Monitor, die keine Absätze und Zwischenüberschriften besitzen?

Sei authentisch

Verstell dich nicht. Schreibe nur deine eigene Meinung und auch über Themen die dich interessieren.Schreibe in deinem eigenen Stil und als du. Probiere niemand anders zu gefallen.

Du musst aber genau überlegen, was du über dich und dein Leben preisgeben willst. Ob du Bilder von dir postest oder nicht. Eigene Fotos machen den Blog authentischer und lebendiger. Einmal veröffentlicht, ist es nicht mehr so einfach aus dem Internet zu entfernen.

Optimiere deinen Blog regelmäßig

Ein Blog lebt von Veränderungen. Installiere ein Analyse-Tool und beobachte, welche Artikel besonders gerne gelesen werden. Ist die Absprungrate besonders hoch, ist die Überschrift vielleicht irreführend oder weckt Erwartungen, die nicht erfüllt werden können.

Hast du Social Media Buttons deiner Social Media Kanäle installiert? Nein? Hole dies schnell nach. Es lohnt sich. Lese relevante Blogs über WordPress, Social Media und das Bloggen allgemein. Du wirst sehen, dass es immer etwas zu verbessern gibt.

Vernetze dich mit anderen Bloggern

Vernetze dich mit anderen Bloggern. In Zeiten von Facebook und Twitter ist das ganz einfach. Suche nach themenbezogenen Facebook Gruppen (zum Thema Reisen und Reiseblogger gibt es sehr viele). Stelle dich vor, biete Gastartikel auf bekannteren Blogs an.

Prüfe ob es Veranstaltungen zu deinem Themenbereich gibt. Auch Blogger-Meet-ups gibt es immer häufiger. Für Reiseblogger sind das Messen wie die ITB in Berlin, die CMT in Stuttgart (speziell für Reiseblogger aus dem Stuttgarter Raum wo auch ich dazu zähle) und viele andere Veranstaltungen.

Kommentiere auf anderen Reiseblogs zu Beiträgen, die dich berühren oder die für dich hilfreich waren. Schreib nicht nur einfache Sätze wie „Toll! Super“ sondern immer 2-3 Sätze. Auch so machst du dich bekannt. Übertreibe es aber nicht.

Interagiere mit deinen Besuchern

Ich hoffe du hast die Kommentar-Funktion aktiviert. Antworte und bedanke dich für Kommentare. Nicht nur auf deinem Blog sondern auch auf den Social Media Kanälen.

Interagieren heißt auch freundlich zu bleiben. Lösche keine Kommentare die Kritik enthalten. Antworte freundlich, bedanke dich für die Kritik und überlege dir eine passende Antwort. Wenn es ein Kommentar ist, der absolut unter die Gürtellinie geht oder nichts mit dem Thema zu tun hat ist es gerechtfertigt zu löschen. Am besten mit einem Hinweis, warum der Kommentar gelöscht wurde.

Jetzt kann ich dir nur ein gutes Durchhaltevermögen wünschen! Aller Anfang ist schwer, ich spreche aus Erfahrung. Lasst euch nicht entmutigen und bleibt dran. Wer relevante Inhalte schreibt, wird auch Leser finden! Versprochen.

Hast du noch Tipps, die Anfängern weiterhelfen? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

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3 Kommentare

  1. Hallo Katrin,
    erstaunlich, warum diesen Post noch niemand mit dem Feedback versah und ich wurde darauf über die gezielte Google Suche nach Blogger Tipps aufmerksam. Das, was ich eben las, kann ich gut unterschreiben und finde mich da wieder. Solche Tipps würde ich auch abgeben, wenn ich es müsste :)

    Ich kann jedem Neublogger ans Herz legen, nur nicht schon nach drei Monaten das Handtuch zu schmeissen. Es wird auch weniger gute Zeiten im Blogger-Alltag geben und man würde alles hinschmeissen wollen, doch das zieht vorbei. Mache einfach weiter – verändere etwas, entwickele und bilde dich weiter. Das wird dir sehr helfen, weil es mir stets ein treuer Begleiter ist.

    Auch das Lesen anderer Blogs ist sehr sehr wichtig und ich persönlich brauche stets eine Portion täglichen Blogger-Inputs, welchen ich mir auf den Blogs holen kann. Ich mache meine beinah schon täglichen Blog-Kommentare-Runden und lerne, lerne, lerne. Man lernt als Blogger nie aus und dazu bereit sollte ein Blogger sein.

    Als CMS erfahrungsbedingt würden die meisten Blog-Beginner auch zu WordPress tendieren, weil es das bietet, was ein gutes Blog haben muss. Selten fängt jemand mit dem Joomla oder Drupal CMS an, weil es halt so ist und WordPress gibt einem Neublogger den besten Einstieg in das Blogging. So waren meine Erfahrungen der letzten Jahre als Schreiberling.

    Den wichtigsten Tipp vergabst du bereits und zwar nur nicht aufgeben, alles hängt von einem persönlich ab und es wird alles noch ergeben. Man muss es nur wollen und danach streben :)

  2. Pingback: Kommentar Sonntag You-big-blog.net und 5 Fremdkommentare

  3. Hallo Katrin
    Danke für deine Ausführungen.
    Diese Seite habe ich heute zum ersten mal gesehen, aber auf deiner viel-unterwegs.de – Seite bin ich oft.
    Ich finde, du machst hier eine echt gute Arbeit.
    Danke und bleib dran

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